Denia, und ein Gast an Bord

Hallo Leser, wir sind am 13. August nach 5 Tagen im Ankerfeld in Moraira, Anker auf gegangen und haben uns auf den Weg nach Denia gemacht. Während des Aufenthalts in Moraira haben wir einen Anruf erhalten, in welchem wir erfahren haben, dass sich ein Gast ankündigt. Unsere jüngere Enkelin möchte uns auf dem Boot besuchen. Somit war klar, dass wir uns für zwei Wochen einen Hafenplatz suchen müssen, weil unser Gast nicht segelfest ist. Auf eine Anfrage in Denia, haben wir in der Hochsaison tatsächlich eine positive Rückmeldung erhalten und konnten uns auf den Weg in den Hafen machen. Im Laufe der letzten Strecken welche wir zurückgelegt hatten, habe ich festgestellt, dass die Kühlwassertemperatur leicht etwas höher war als bisher üblich, aber noch nicht beängstigend. Leider mussten wir die erste Strecke um das Cap herum motoren, weil einfach der Wind nicht da war, und der wenige auch noch aus der falschen Richtung. Irgendwann hat sich dann aber mein Blick verfinstert und ich ließ die Temperatur Anzeige nicht mehr aus den Augen. Als der Zeiger sich aber immer mehr in Richtung der roten Markierung bewegte, entschieden wir, dass wir den Motor abschalten um jetzt halt irgendwie mit dem wenigen Wind, kreuzend in Richtung Denia zu segeln. Also erstmal rein in die Bucht was der Winkel am Wind möglich machte, dann eine Wende und wieder raus Richtung offenes Meer ohne kaum Denia näher zu kommen. Dann hat der Wind gedreht und kam seitlich von hinten, also Segel aufgemacht und Heike ist mit dem Bootshaken an Deck gesessen und hat das Segel ausgebaumt, damit das Schlagen des Vorsegels aufhörte. Wir kamen so etwas vorwärts und der Wind nahm zu, das konnten wir für die Einfahrt in den Hafen eigentlich nicht brauchen, aber es war nun einmal so. Da wir nicht wussten wie lange die Temperatur des Motors im grünen Bereich blieb, wollten wir so weit wie möglich mit der Genua segeln und erst im letzten Moment den Motor starten. Heike hat rechtzeitig den Funkspruch an den Hafen abesetzt und denen erklärt, dass wir ein Motorproblem haben. Bei dem herrschenden Wind habe ich vergeblich versucht zwischen den auch ein- und ausfahrenden Boote rückwärts in die Gasse zur Box zu manövrieren, keine Chance der Wind war zu stark. Bisher war die Motor Temperatur noch gut, aber wie lange noch? Deshalb entschieden wir uns vorwärts anzulegen, irgenwie kommen wir schon von Bord. Als das Boot festgemacht und Motor aus war, war jetzt erstmal ein Anleger Bier nötig um wieder auf normale Gedanke zu kommen, danach haben wir uns angemeldet und wir waren bis zum 27. August hier zuhause. Wir mussten nun unsere Heckkabine so umräumen, dass unsere Iza dort Platz hat um zu wohnen, ihre Ankunft war für den 18. August angekündigt. In der Zwischenzeit war in Denia am Wochenende ein Fest, bei dem an die Auseinandersetztung der Christen und der Mauren erinnert werden soll. Viele Gruppen nahmen daran teil, die mit tollen Kostümen und einem tollen Programm dieses Fest gefeiert haben. Am Samstag den 15. August hatte sich ein uns bekanntes Boot angekündigt, welches wir zuletzt in Povoa de Varzim gesehen haben, das war im März als sich unsere Wege trennten. Und jetzt habe sie uns eingeholt. Wir waren am Freitag zu zweit schon auf dem Fest, am Samstag haben wir uns dann mit Steffi und Jörg verabredet und sind gemeinsam nach Denia in die Stadt gegangen. Wir konnten den beiden gezielt uns schon bekannten schöne Orte zeigen und am Abend war noch ein schöner Umzug. Am Sonntag 16. August haben wir die Festung von Denia besichtigt, es ist sehr schön dort oben, und man hat auch einen tollen Blick über Denia, Denia ist ein schöner Ort der alles hat was man braucht. Abends waren wir dann noch auf dem letzten Umzug und der Schlussveranstaltung des Festes unterhalb der Festung. Am 25. August haben wir noch einen Taucher bei uns gehabt der unseren Propeller gereinigt hat, weil wir nach Reinigen aller Schläuche der Überprüfung des Impeller diesen in Verdacht hatten. Wenn der Propeller bewachsen ist muss der Motor sehr viel mehr leisten, und dies kann zu mehr Erwärmung des Motors führen. Danach war es tatsächlich besser aber noch nicht so wie sonst immer, also machten wir uns weiter Gedanken. Ein paar Tage später kam Heike auf die Idee vom Wasserfilter zurück durch den Saildrive mit einer Luftpumpe (vom SUP) Luft durch den Saildrive zu blasen. Anscheinend war der Saildrive, (da wird das Kühlwasser vom Meer angesaugt) etwas verschmutzt und mit der Luftpumpe haben wir jetzt den Schmutz rückwärts nach aussen geblasen und der Kanal war wieder frei, damit genug Wasser zum Motor kommen konnte. Das war dann schließlich die Lösung unseres Problems, jetzt ist die Motor Temparatur wieder so wie sie immer war, super Idee von Heike.

Am 18. August war es dann soweit, unsere Enkelin kam mit dem Flieger von Stuttgart nach Valencia. Wir haben für den Tag ein Auto gemietet und dies morgens abgeholt und erstmal einkaufen gegangen, endlich mal mit dem Auto zum Laden fahren einkaufen, einladen und im Hafen wieder ausladen und zum Boot bringen, was für ein Luxus. Danach haben wir uns auf den Weg zum Flughafen nach Valencia gemacht. Nachdem das Auto im Parkhaus stand haben wir uns ins Terminal begeben und 1 Stunde später stand Iza vor uns, Sie ist mit Ihren 12 Jahren alleine mit dem Flieger von Stuttgart nach Valencia geflogen und jetzt steht sie vor uns. Nach Willkommens Burgern sind wir dann zurück gefahren, unterwegs haben wir noch einen Stop eingelegt um mit Iza einzukaufen, damit das was Sie mag auch an Bord ist. Die Woche mit Ihr war zu schnell vorbei, wir haben es sehr genossen. Am 26. August waren wir dann wieder am Flughafen um Sie wieder zum Flugzeug zu bringen, bis auf den verspäteten Abflug hat alles gut geklappt und sie kam gut in Stuttgart wieder an und wurde von Ihren Eltern in Empfang genommen.

Wir haben dann unseren Aufenthalt im Hafen nochmals verlängert, weil das Wetter einfach eine Weiterfahrt nicht möglich machte. Dabei sind wir mir unseren Freunden noch in den Mecato Public gegangen, das ist eine Straße oder ein Gang welcher überdacht ist und rechts und links viele Bars oder Imbisse nebeneinander, dort herrscht eine tolle Atmosphäre. Es macht großen Spass die Leute dort zu beobachten und leckere Getränke und Speisen zu sich zu nehmen. Aber am 30. August war es dann soweit, und wir machten uns auf den Weg Richtung Valencia, was wir auf dem Weg dahin erlebt haben, steht dann im nächsten Blog.

Festung von Denia

Eindrücke aus dem Ort

Unter der Festung geht ein Tunnel durch

Hier liegt eine 58 m Yacht, Neupreis 38 Millonen Euro, stet zum Verkauf

Immer wieder sieht man Kunstobjekte

und die Festung

vorbei an der Kirche zur Festung hoch

toller Blick von oben

Festveranstaltung

Boot eines ehmaligen Vereinskameraden vom Bodensee.

Unsere Freunde kommen in unseren Hafen

Taucher am Werk

Mercado Public

und wir mittendrin mit Jörg und Steffi

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