Wir haben einen riesigen Schritt gemacht.

Hallo liebe Leser, wir haben ein Wetterfenster gefunden und dieses sofort genutzt. Jeden Tag haben wir die Wetterprognosen und die Zustände der Häfen gecheckt und tatsächlich scheint sich eine Chance bieten. Je näher wir dem geplanten Termin kamen, desto mehr hat sich der Plan bestätigt und wir tranken am Freitag Abend den 20. März mit den Freunden im Hafen von Povoa de Varzim den Henkersschluck. Es war ein sehr schöner Abend, und am nächsten Tag gegen 13:00 Uhr sollte es losgehen auf die erste Etappe, eine kurze Strecke von 15 sm, nach Leixoes. Wir mussten im Starthafen aufpassen nicht zu früh rauszufahren, weil es dort eine Untiefe gibt und bei weinig Wasser in der Ausfahrt sich eine tückische Welle aufbaut die auch gefährlich werden kann. Der große Knachpunkt war aber der Hafen in Figuera da Foz der die Tage zuvor für bestimmte Bootsgrößen geschlossen war. Zuerst war er für Boote unter 35 m Länge später dann für Boote unter 11 m geschlossen. Diese Information bekommt man auf der Internetseite marinha.pt) Am Samstag Morgen stand der Hafen auf grün und wir sind losgedüst, bis dahin waren ja noch einige Seemeilen und zwei Stationen zu bewältigen. Die Vorhersage war so, dass sich die signifikante Wellenhöhe in den nächsten Tagen nicht ändert und wir keine Statusänderung zu erwarten haben. Die Einfahrt nach Lexioes war problemlos und wir machten im Hafen dort fest und bezahlten für eine Nacht. Abends haben wir noch einen kleinen Rundgang gemacht und sind dann zeitig schlafen gegangen. Wir sind am nächsten Morgen um 8:15 Uhr aufgebrochen um nach ca. 38 sm in Aveiro mit auflaufenden Wasser in den Hafen einzulaufen, möglichst nahe am Hochwasser, weil sich dann die Welle nicht so tückisch verhält als bei Niedrigwasser. Vor der Einfahrt haben wir mit Port Control über Kanal 74 Kontakt aufgenommen und nach Einfahrt Erlaubnis gefragt, diese wurde uns dann auch erteilt. Also erst Hürde genommen wir waren erstmal drin im Fluss. Kurze Zeit später waren wir am Ankerplatz in Sao Jacinto angekommen und unser erstes Ankermanöver seit längerer Zeit stand an. Wir haben uns einen Platz gesucht und der Anker ist ins Wasser gegangen, naja irgendwie hat Andreas der Zustand nicht so gefallen, und entschieden wir ankern um. Wir hatten unsere Headsets auf so musste keiner schreien sondern wir konnten in normaler Lautstärke über Mikro und Kopfhörer kommunizieren. Heike hat mit der elektrischen Ankerwinsch den Anker alos wieder nach oben geholt und gesagt, du Andi da hängt was dran. Letztendlich war klar wir haben den Anker auf ein Fischernetzt geworfen und dieses anschliessend mit hochgezogen. Nach einigen Mühe von Heike haben wir nach fast 20 Minuten den Anker wieder vom Netz befreit und dann aber weg von hier, etwa 50 m weiter ein zweiter Versuch, der saß dann und wir konnten unsere Peilungen machen und diese immer wieder überprüfen. Danach hielt der Anker bis zum nächsten Morgen, Heike hat die Peilungen mehrmals nachts gecheckt. Die Situation mit dem Fischernetz im Anker hat Heike mit Bravur gemeistert, ganz alleine vorne, ich konnte am Ruder nicht weg, hier die grösste Hochachtung mit welcher Präzision und Durchhaltevermögen sie das erledigt hat. Am nächsten Morgen konnte der Anker dann leicht eingeholt werden und wir konnten starten. Wir mussten die Port Control wieder anfunken ob wir auslaufen können. Wir erhielten die Erlaubnis und los gings. Wir hatten dann tatsächlich in der Ausfahrt eine Geschwindigkeit über Grund von 10,2 Knoten, da ging es dahin. Immer wieder sahen wir große Strudel aber die konnten uns nichts anhaben, weil wir den Motor ordentlich aufgedreht hatten. Nach den 35 sm sollten wir etwa 1,5 Stunden vor Hochwasser an der Hafeneinfahrt Figuera da Foz sein, dann würde der Wasserstand passen. Unterwegs nochmal den Status gecheckt, alles klar, Hafen war grün. Die Hafeneinfahrt haben wir uns mit einem Baggeschiff geteilt aber beide haben aufgepasst, also gab es kein Problem und wir haben im Hafen unsere La Terza festgemacht. Anmelden, bezahlen und anschließend der obligatorische Rundgang damit wir wissen wo wir waren. Figuera da Foz ist nichts besonderes (fanden wir) und so sind wir wieder zurück aufs Boot und wieder bald in Bett, am nächsten Tag ist ja wieder eine Fahrt nach Nazaré. Um 9:15 Uhr sind wir los und waren um 16:12 Uhr im Hafen in der Marina Club Nautico de Nazaré fest. Hier sind alle super nett, die Sanitäranlage sind super und der Hafen kostet nur 16,45 Euro pro Nacht, zudem scheint auch die Stadt hier einiges zu bieten. Abends noch duschen, kochen und etwas fernsehen, danach ins Bett und am nächsten Morgen ausschlafen. Beim Zubereiten des Frühstücks kamen plötzlich zwei Herren in Uniform von der Emigration und fragten nach unseren Papieren. Wir konnten alle geforderten Unterlagen vorlegen und die Herren sind zufrieden wieder gegangen. Danach haben wir uns auf die erste Erkundung gemacht und festgestellt, hier ist es richtig schön und es gibt viel zu sehen und zu erkunden, hierzu wird es dann noch einen separaten Blog geben, auch über den Besuch von Porto gibt es noch separat einen Blog. Wir werden aus Wettergründen wohl eine Woche hier bleiben, aber das halten wir aus.

Hafeneinfahrt in Povoa de Varzim

Strandpromenade in Povoa de Varzim

Eindrücke aus der Stadt Povoa de Varzim

Hafen in Povoa de Varzim

Hafenein- und ausfahrt in Povoa de Varzim

unser Boot hat ja auch Segel, wir wussten gar nicht mehr wie die aussehen

Im Hafen von Leixoes

Strandpromenade in Leixoes

gigantisches Farbenspiel am Himmel

Hafeneinfahrt in Aveiro, man sieht das kabbelige Wasser.

Der Leuchtturm von Aveiro

Am Ankerplatz Sao Jacinto

und das war am anderen Morgen, nur Suppe

Geschwindigkeit bei der Ausfahrt aus Aveiro

Auf dem Weg nach Figuera da Foz

Im Hafen von Figuera da Foz

Eindrücke aus Figuera da Foz

Der Sonnenuntergang war richtig schön

Unterwegs nach Nazaré, es ist schön warm

Hinter diesem Felsen liegt links Nazaré. Von diesem Ort werden immer die spektakulären Bilder der riesigen Wellen geschossen.

Felsen von der anderen Seite von der Sonne angestrahlt.

La Terza im Sonnenuntergang

Am nächsten Morgen war dann die Jugend dran.

Heike hat sich auch versucht und das nicht schlecht gemacht. 🙂

Erste Eindrücke aus Nazaré

oberer Ortsteil

und doch noch einen Surfer gesehen

die Trocknung der gefangenen Fische in der Sonne, eine uralte Tradition

In Hintergrund eine Ausstellung der verwendeten Boote zum Fischfang

Eine Pause muss auch mal sein

der erste Tag in Nazaré geht zu Ende.

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